Wahlprüfstein Gewerbegebiete

Unterstützen Sie die Einrichtung von interkommunalen Gewerbegebieten in Stockum und Heven – oder lehnen Sie diese ab.

Die interkommunalen Gewerbegebiete Stockum und Heven lehne ich ab.
Wie begründen Sie Ihre Haltung?

Die Fläche, die für das Gewerbegebiet in Heven vorgeschlagen ist, liegt im geschützten Regionalen Grünzug. Diese planerische Festsetzung hat zum Ziel, die Flächen nur für die Erholung und als Grünfläche zu nutzen. Ein Gewerbegebiet widerspricht diesem Ziel. Durch das Gewerbegebiet wird es in Heven noch mehr Verkehr und Luftschadstoffe geben. Die bisherigen Erdbeerfelder werden versiegelt und als Straßen und Bauflächen genutzt. Dies ist in dieser vom Tourismus gut angenommenen Lage neben dem Kemnader See und für die Anwohner nicht zu verantworten. Vor 20 Jahren ist durch die konsequente Arbeit der Bürgerinitiative gegen die Klärschlammverbrennungsanlage, in der ich damals aktiv mitgearbeitet habe, die Errichtung und den Betrieb einer Klärschlammverbrennungsanlage des Ruhrverbands im Ölbachtal auf Bochumer Seite verhindert worden. Heute freuen sich alle, dass diese nicht entstanden ist.

Das geplante Gewerbegebiet in Stockum ist auf besten Ackerböden geplant. Diese Flächen sollten nicht versiegelt und bebaut werden. Sie werden zum Einen für die Produktion von Feldfrüchten benötigt. Zum Anderen bilden sie eine grüne Abgrenzung des Ortsteils Stockum zur Innenstadt und zum Gewerbegebiet Wullen. Hier kann die Luft zirkulieren. Die hohe Lebens- und Wohnqualität in Stockum resultiert auch aus dem „grünen Gürtel“ rund um den Ortsteil. Daher sollte hier kein Gewerbegebiet geplant werden.
Welcher Schritt sollte als nächster in dieser Angelegenheit unternommen werden?

Von Seiten der Stadtverwaltung Witten sollten Gespräche mit den AnwohnerInnen und den Mitgliedern der Bürgerinitiativen in Heven und Stockum geführt werden. Die Planungen sollten nicht gegen die Interessen der dort lebenden Wittener BürgerInnen durchgeführt werden.

Mit der Kreisverwaltung Ennepe-Ruhr sollte über mögliche alternative Standorte für Gewerbegebiete im Ennepe-Ruhr-Kreis gesprochen werden.

Mit dem Regionalverband Ruhr sollte über die Interessen der BürgerInnen an beiden vorgeschlagenen Standorten gesprochen werden, um einen Stopp der bisherigen Planungen zu erreichen.

Die Stadtverwaltung sollte sich für den Erhalt des Regionalen Grünzugs im Ölbachtal einsetzen.

 

Wo sollen gegebenenfalls an anderer Stelle Gewerbeflächen angeboten werden?

Durch die Aufgabe des Standorts Opel in Bochum entsteht ein großes Potential an Gewerbeflächen. Die Stadt Witten sollte in Verhandlungen mit der Stadt Bochum treten, um die Flächen gemeinsam zu entwickeln. Falls Wittener Unternehmen dann auf die Opel-Flächen wechseln, sollte die Gewerbesteuer anteilig auch nach Witten fließen.

In Witten sollten nicht mehr genutzte Gewerbeflächen gesichtet und ggfs. saniert werden, um sie neuen Interessenten anbieten zu können.

Die Stadtverwaltung sollte ein entsprechendes Flächenkataster führen, um Interessenten auf Anfrage zu informieren zu können.

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