Offener Brief an Innenminister Dr. Thomas de Maizière

An dasBriefeinwurf

Bundesministerium des Innern

Minister Dr. Thomas de Maizière

Alt-Moabit 140

10557 Berlin


Sehr geehrter Herr Dr. de Maizière,

als vorgesetzter Dienstherr des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bitten wir Sie, sich im Fall von Herrn M., AZ: 1xxy einzusetzen. 

Aus unbekannten Gründen ist über den eingereichten Asylantrag von Herrn M. seit August 2013 nicht entschieden worden. Herr M. ist aus Angst um sein Leben aus Eritrea geflohen.

Er lebt seitdem in Witten. Er lernt deutsch und integriert sich gut. Er möchte arbeiten. Dazu muss aber zunächst sein Antrag auf Asyl positiv beschieden werden.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum ein Asylantrag eines Flüchtlings aus Eritrea seit zwei Jahren ohne Bescheid bleibt. Menschenrechtsorganisationen beschreiben Eritrea als eine Diktatur, in der vom Militär Menschen in Zwangsarbeit und Sklaverei gepresst werden. Das Äußern kritischer Meinungen kann zu Gefängnisaufenthalten führen. Es gibt keine rechtsstaatlichen Verfahren, aber Folter in den Gefängnissen. Rechtsanwälte und Familienangehörige dürfen die Inhaftierten nicht besuchen.

Angesichts dieser objektiven Fakten über Eritrea ist es für uns in Witten völlig unverständlich, warum für die Bearbeitung des Asylantrags von Herrn M. zwei Jahre bisher nicht ausgereicht haben.

Wir fordern Sie auf, als vorgesetzter Dienstherr zu veranlassen, dass das Verfahren von Herrn M. umgehend nach Recht und Gesetz zu Ende geführt wird und ein positiver Bescheid ergeht.

Herr M. möchte hier in Deutschland ohne Verfolgung leben und seinen Lebensunterhalt selbst durch Arbeit verdienen.

Über eine positive Antwort auf unserer Bitte würden wir uns sehr freuen.

Für Rückfragen können Sie mich über Email: ursula.weiss@die-linke-en.de und Handy 0151/251 90 205 erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Weiß

(Vorsitzende des LINKEN Ortsverbands Witten/Wetter)

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